Ernährung und Flüssigkeitsmanagement: Bedeutung einer angemessenen Ernährung und Flüssigkeitszufuhr bei Patienten

Für ältere Patienten ist eine nahrhafte und ausgeglichene Ernährung eine zentrale Aufgabe im Pflegealltag. Die angemessene Zufuhr von essenziellen Nährstoffen, Vitaminen und ausreichend Flüssigkeit trägt wesentlich zur Stärkung der Vitalfunktionen bei und fördert das allgemeine Wohlbefinden. Die Ernährung und das Flüssigkeitsmanagement dieser Patientengruppe ist für das Pflegepersonal eine anspruchsvolle Aufgabe, die fundiertes Fachwissen und sorgfältige Planung erfordert, um einer Mangelernährung vorzubeugen. Darüber hinaus ist es wichtig, individuelle Bedürfnisse und Vorlieben der Patienten zu berücksichtigen, um eine angenehme und zugleich gesundheitsfördernde Mahlzeitengestaltung zu gewährleisten. Die Einbindung von Ernährungsexperten und Diätassistenten kann dabei helfen, maßgeschneiderte Ernährungspläne zu entwickeln, die sowohl den gesundheitlichen Anforderungen als auch den persönlichen Wünschen der älteren Patienten gerecht werden.

Ernährung und Flüssigkeitsmanagement in der Pflege

Ein Ernährungs- und Flüssigkeitsmanagement in der Pflege setzt voraus, dass Pflegekräfte einen detaillierten Ernährungsplan für ihre Patienten entwickeln, um eine optimale Versorgung sicherzustellen. Dies erfordert umfassendes Wissen über die Bedürfnisse einer ausgewogenen Ernährung im fortgeschrittenen Alter. Pflegefachkräfte gestalten die Ernährung ihrer Patienten so, dass diese alle essenziellen Nährstoffe und Vitamine erhalten. Ein ausgewogenes Verhältnis von Fetten und Kohlenhydraten ist dabei von zentraler Bedeutung. Auch sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden, um eine schleichende Dehydrierung zu vermeiden.

Zudem berücksichtigt das Ernährungsmanagement in der Pflege die individuellen gesundheitlichen Bedingungen der älteren Menschen. Viele Senioren haben Erkrankungen, die eine spezielle Diät erfordern. So benötigen beispielsweise Diabetiker einen angepassten Ernährungsplan, um ihren Blutzuckerspiegel effektiv zu regulieren. Darüber hinaus ist es wichtig, die Präferenzen und Abneigungen der Patienten zu beachten, um eine angenehme Esserfahrung zu gewährleisten und gleichzeitig ihre Gesundheit zu fördern.

Ernährung in der Pflege – verbindlicher Expertenstandard für die Praxis

Im Jahr 2017 präsentierte das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) eine aktualisierte Fassung des „Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“. Dieser Standard ist für Pflegeeinrichtungen und mobile Dienstleister in der häuslichen Pflege bindend und legt Leitlinien für die pflegerische Unterstützung im Bereich der Ernährung fest. Er betont zudem die Bedeutung der Kooperation zwischen Pflegepersonal, Küchen- und Hauswirtschaftsteams.

 

 

Die Hauptziele dieses Standards sind:

  • Die Ernährung von Patienten, die krank oder pflegebedürftig sind, sollte individuell angepasst und bedarfsorientiert sein.
  • Die Vermeidung und Behebung von Mangelernährung und Ernährungsdefiziten.

Für die Erreichung dieser Ziele ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Bereiche rund um die Nahrungsaufnahme erforderlich.

Standards der Nahrungsaufnahme in der Pflege für die alltägliche Praxis: „Geschützte Essenszeiten“

Der Expertenstandard thematisiert auch die Prozesse der Nahrungsaufnahme, wobei dem Konzept der „Geschützten Essenszeiten“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Es ist essenziell, dass ältere Menschen ihre Mahlzeiten in einer ruhigen und störungsfreien Umgebung einnehmen können. Um dies zu gewährleisten, sind bestimmte organisatorische Maßnahmen notwendig. Folgende Aspekte sollten dabei berücksichtigt werden:

  • Ist ausreichend Personal während der Mahlzeiten verfügbar, um die Patienten zu unterstützen?
  • Können die Patienten ihre Mahlzeiten in einer ungestörten Atmosphäre und mit Unterstützung des Pflegepersonals einnehmen?
  • Wird den Patienten genügend Zeit eingeräumt, um in Ruhe essen zu können?
  • Werden andere Tätigkeiten wie Reinigungsarbeiten so geplant, dass sie nicht mit den Essenszeiten kollidieren?

Die Vorgaben der DNQP richten sich als Wissensbasis an Pflegefachkräfte in der Krankenhausversorgung, der stationären Rehabilitation sowie der stationären und ambulanten (Alten-)Pflege.  Die Maßnahmen gelten für alle Pflegebedürftigen/Patienten, unabhängig davon, ob Risiken oder Symptome einer Mangelernährung vorliegen.

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